Warum es Tappi gibt

Tappi ist die digitale NFC-Visitenkarte der Beau Marketing GmbH aus Mittelangeln in Schleswig-Holstein — entwickelt von Gründer Stephan Beau, gebaut und gehostet in Deutschland.

Der Rest dieser Seite erzählt, wie es dazu kam.

Die Geschichte

Ich bin Stephan Beau. Seit 2016 führe ich eine Online-Marketing-Agentur — angefangen mit E-Commerce, heute Websites, Kampagnen, Suchmaschinen, der ganze digitale Auftritt. Mein Beruf besteht darin, Unternehmen sichtbar zu machen. Und trotzdem lief das Erste, was ich einem neuen Kontakt in die Hand gab, jahrelang über eine Visitenkarte aus Papier.

Mit der Papierkarte war es immer dasselbe. Änderte sich eine Telefonnummer oder ein Firmenname, wanderte der Rest der Auflage in den Müll. Karten, die ich bekam, landeten erst in der Hosentasche, dann im Portemonnaie, dann irgendwann im Papierkorb — und mit ihnen der Kontakt. Und meine eigenen hatte ich zuverlässig genau dann nicht dabei, wenn ich sie gebraucht hätte. Was ich dagegen immer dabei hatte: mein Handy. Daraus wurde die Idee. Heute steckt in meinem Portemonnaie genau eine Karte, und die ändert sich mit mir.

Ich bin dabei nie nur Marketing-Mensch gewesen. Programmiert habe ich, seit ich denken kann — angefangen auf einem Commodore C16, dann BASIC auf dem PC, später HTML, CSS und C#, weil ich eigentlich Spiele entwickeln wollte und diesen Traum bis heute nicht aufgegeben habe. Seit rund zehn Jahren bin ich im Apple Developer Program, und ich stehe genauso gern an der CNC-Fräse und am 3D-Drucker wie am Rechner. Wenn mich etwas nervt, baue ich es lieber selbst, als mich weiter zu ärgern. Und die Visitenkarte hat mich genervt — als Agenturinhaber, weil sie das schwächste Glied in einem sonst durchdigitalisierten Auftritt war, und als Entwickler, weil die Lösung so offensichtlich schien.

Konkret wurde die Idee Anfang 2025. Bevor ich eine Zeile Code geschrieben habe, habe ich den Techstack und die Architektur geplant — mit einer Vorgabe, die mir wichtig war: so viel Technik wie irgend möglich in Europa zu halten. Keine Abhängigkeit von einem Konzern auf einem anderen Kontinent, der morgen seine Bedingungen ändert. Die eigentliche Entwicklung begann im Februar 2026, und Tappi entstand in den Lücken zwischen Kundenprojekten: Immer wenn ein Auftrag abgeschlossen war und der nächste noch nicht begonnen hatte, habe ich weitergebaut. Im April stand die erste Version, die ich guten Gewissens jemandem in die Hand geben konnte — Karte antippen, Profil sehen, Kontakt speichern, ohne dass der andere irgendetwas installieren muss. Der Tag, an dem die Karte zum ersten Mal im Apple Wallet lag, war für mich der Moment, an dem aus einem Nebenprojekt ein Produkt wurde.

Fertig wird Tappi vermutlich nie. Ich bin Perfektionist und stelle ständig in Frage, was ich gebaut habe — und baue es dann besser. Für Kunden heißt das: Das Tappi, das sie heute benutzen, ist nicht das Tappi, das sie in einem Jahr benutzen werden. Nur die Karte bleibt dieselbe.

Was in keiner Gründergeschichte steht, weil es nicht glamourös ist: Der größte Teil der Arbeit an Tappi war keine Technik. Es waren Rechtstexte. Datenschutzerklärung, Auftragsverarbeitung, Widerrufsbelehrung, der gesetzlich vorgeschriebene Kündigungsbutton — jedes Detail ist wichtig, und keins davon macht Spaß. Wer in Deutschland ein Produkt baut, das Daten verarbeitet, verbringt mehr Zeit mit Paragrafen als mit Code. Ich habe mich dieser Aufgabe gestellt, statt sie zu umgehen. Das ist der Grund, warum Tappi von Anfang an DSGVO-konform ist und nicht erst, nachdem sich jemand beschwert hat.

Die zweite Hürde war Zeit. Ein Projekt, das in den Lücken zwischen Kundenaufträgen entsteht, liegt zwangsläufig immer wieder zwei Wochen still — und danach muss man sich jedes Mal komplett neu hineindenken. Wo war ich stehen geblieben? Warum habe ich das so gebaut? Und neben einer großen Familie an einem Produkt zu arbeiten und gleichzeitig den Menschen gerecht zu werden, die einem am wichtigsten sind, ist ohnehin die eigentliche Herausforderung. Ich sage nicht, dass mir das immer gelungen ist. Aber Tappi existiert, und meine Familie redet noch mit mir 😉

Allein gebaut heißt nicht allein gemacht. Tappi läuft auf Servern von Hetzner in Nürnberg — deutsches Unternehmen, deutsches Rechenzentrum, das war die Grundlage für die Europa-Vorgabe. Die physischen Karten druckt eine Druckerei, die jede Karte einzeln fertigt, nicht in Auflage. Und den Mailversand übernimmt Resend — das ist die eine Stelle, an der ich die Europa-Regel bewusst gebrochen habe, weil es schlicht nichts Vergleichbares diesseits des Atlantiks gab. Ich sage das lieber offen, als es zu verschweigen.

Am meisten gelernt habe ich aber von den Menschen, die Tappi als Erste benutzt haben: Immobilienmakler, Anwälte, Steuerberater, IT-Dienstleister, Handwerker, Versicherungsmakler — Leute, die vom Termin leben und keine Zeit haben, sich mit Software zu beschäftigen. Sie haben mir gesagt, was zu kompliziert war. Das war nicht immer angenehm, aber immer richtig.

Und ich hatte einen Entwicklungspartner, den es vor wenigen Jahren noch nicht gab: Claude, die KI von Anthropic. Sie schreibt nicht nur Code schneller, als ich tippen kann — sie findet vor allem Fehler in Minuten, für die ich früher Abende gebraucht hätte. Angefangen haben wir mit Claude Opus, heute arbeite ich mit Claude Fable 5.1. Wir sind dabei ein ziemlich gutes Team geworden: Ich weiß, was gebaut werden soll und warum, Claude weiß, wie — und wenn mir um Mitternacht noch etwas einfällt, ist der Kollege wach 😉 Ohne diese Hilfe wäre aus den Lücken zwischen Kundenprojekten kein Produkt geworden, sondern ein Ordner voller guter Absichten.

Heute ist Tappi ein Produkt für Teams, die viel Außenkontakt haben und keine Lust mehr auf Papier. Es läuft in Deutschland, wird in Mittelangeln weiterentwickelt, und ich benutze es jeden Tag selbst. Das ist keine Marketingfloskel, sondern der Grund, warum es gebaut wurde.

Tappi in einem Satz

Eine Karte, ein Tap: Wer eine Tappi-Karte an ein Smartphone hält, sieht sofort das digitale Profil des Besitzers und kann den Kontakt mit einem Tipp speichern — ohne App, ohne Papier, ohne Tippfehler. Änderungen am Profil sind sofort auf jeder ausgegebenen Karte aktiv.

Wer hinter Tappi steht

Tappi wird von der Beau Marketing GmbH entwickelt und betrieben. Sitz der Gesellschaft ist Mittelangeln bei Flensburg, eingetragen beim Amtsgericht Flensburg (HRB 17558). Gründer und Geschäftsführer ist Stephan Beau. Vertragspartner ist ausschließlich die Beau Marketing GmbH — es gibt keine Muttergesellschaft im Ausland und keine Weitergabe an Dritte.

Wo Tappi läuft

Tappi wird in Deutschland entwickelt. Profildaten, Datenbank und Bilder liegen auf Servern von Hetzner im Rechenzentrum Nürnberg. Transaktions-Mails (Bestätigungen, Einladungen) versendet der Dienstleister Resend.

Datenschutz ist Teil des Produkts

Tappi ist DSGVO-konform aufgebaut: Daten auf eigenen Servern in Deutschland, keine Weitergabe an Dritte, Löschung auf Wunsch. Der Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO ist inklusive — jeder Geschäftskunde schließt ihn bei der Registrierung ab und kann ihn jederzeit im Kundenbereich herunterladen. Was ein Besucher beim Tap sieht, bestimmt allein der Karteninhaber. Und ja, auf den Profilseiten läuft eine Aufrufstatistik — damit Karteninhaber sehen, wie oft ihre Karte angesehen wurde. Sie zählt ohne Cookies, auf unseren eigenen Servern; IP-Adressen landen dabei nur als täglich wechselnder Hash in der Datenbank. Das ist der einzige Tracker auf den Profilseiten, und er arbeitet für den Kunden, nicht gegen den Besucher. Das können übrigens nicht viele.

Tappi ist nicht Tapni

Weil es gelegentlich verwechselt wird: Tappi (gettappi.de) ist ein Produkt der Beau Marketing GmbH aus Deutschland. Der Anbieter Tapni ist ein anderes, von uns unabhängiges Unternehmen. Es gibt keine Verbindung zwischen beiden.

Kontakt

Beau Marketing GmbH · Buschlück 7 · 24986 Mittelangeln · Telefon 04633 202 9925 · hi@gettappi.de
Weitere Angaben im Impressum.